Das Forstamt fällt unter anderem Buchen, weil es der Meinung ist, diese Baumart sei nicht geeignet angesichts des trockenen Klimas. Hat die Buche keine Chance mehr?

Es ist schon eine nahezu dreiste Legende, dass die heimische Buche im Hinblick auf den Klimawandel nicht zukunftsfähig wäre. Wir haben eine Jahresdurchschnittstemperatur von etwa 10 Grad Celsius. Am südlichen Rand des Verbreitungsgebietes der Buche in Süditalien liegen die Durchschnittstemperaturen im Vergleich um bis zu 4 Grad Celsius höher. Das bedeutet, dass die Buche selbst bei weiter steigenden Temperaturen ein Zukunftsoption bleiben wird.

Entscheidend ist der Umgang mit den noch vorhandenen Buchenbeständen. Oberste Priorität muss hier der Erhalt bzw. die Wiederherstellung des Waldinnenklimas haben. Die Öffnung der „Dachfenster“ des Waldes lässt Lichtkegel in die Bestände einfallen, die das Innenklima stören. Es grenzt an Sarkasmus Maßnahmen umzusetzen, die nachweislich dazu führen das Waldinnenklima zu stören u dann darauf hinzuweisen, dass die Buche wegen des Klimawandels keine Chance mehr hätte. Gleichfalls werden sich die Artenzusammensetzungen unserer Wälder verändern. Im Idealfall verändern sich Buchenwaldgesellschaften in Buchen-/Eichenmischwaldgesellschaften, in denen die heimische Buche nach wie vor große Baumartenanteile hält.

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