Sind die großen Erntemaschinen und die Erntemethoden schlecht für den Wald?

In der Praxis werden durch den Einsatz von vollmechanisierten Holzerntesystemen, wie dem Harvestereinsatz, etwa 30 % des Waldbodens befahren. Dabei wird das Porenvolumen, die für die Wasser- und Luftversorgung der Baumwurzel wichtig sind, bereits bei einmaliger Befahrung massiv beschädigt. Hinzu kommen Wurzelabrisse an den verbleibenden Bäumen, und einer reduzierten Fähigkeit der Bäume Wasser und Nährstoffe aufzunehmen.

Großtechnik rechnet sich häufig erst dann, wenn eine genügend große Hiebsmasse anfällt. Daher werden häufig intensive Eingriffe in den Waldbeständen vollzogen, um den Harvestereinsatz noch wirtschaftlich gestalten zu können. Die dringende Erfordernis geringere Holzmassen zu entnehmen steht diesen ökonomischen Forderungen diametral entgegen. Das bedeutet, dass in Wirtschaftswäldern auch künftig Mengen über das verträgliche Maß hinaus entnommen werden.

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