Heimisches Holz als Baustein einer nachhaltigen Wirtschaft

Der Bund Deutscher Forstleute* spricht sich für die verstärkte Förderung des umweltfreundlichen und in Deutschland nachhaltig genutzten Naturprodukts Holz durch folgende Maßnahmen aus:

  1. durch eine vorrangig dauerhafte und stoffliche Verwendung des nachwachsenden Werkstoffes Holz.
     
  2. die gesetzliche Bevorzugung von Holz gegenüber klimaschädlichen, energieintensiven Baumaterialien. Dies könnte beispielsweise durch eine Ökobilanzierung, eine
    Holzbauquote und eine Selbstverpflichtung für Bauprojekte von Bund und Länder und Kommunen erfolgen.
     
  3. bessere Rahmenbedingungen für Aufstockung, Nachverdichtung und mehrgeschossigen Holzbau zur Schaffung bezahlbaren Wohnraumes. Entsprechende Anpassung der Förderprogramme zum sozialen Wohnungsbau.
     
  4. die öffentliche Hand wird Vorreiterin beim Holzbau. Auf Bundesebene geht die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als Bauherrin des Bundes voran. Die Bundesländer werden angehalten mit eigenen Konzepten – wie etwa in Baden-Württemberg – zu folgen.
     
  5. eine verstärkte Forschungsoffensive für Holzverwendung aus nachhaltiger Waldwirtschaft. Das betrifft zum Beispiel neue Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen Laubbäume, die in den zukünftigen Mischwäldern verstärkt anfallen werden; die Weiterentwicklung der sogenannten Kaskadennutzung, die Holz möglichst lange im Verwendungszyklus hält und die ökologische Unbedenklichkeit von Holzprodukten in einer umweltfreundlichen Kreislaufwirtschaft.

Holz als Werkstoff für eine klimafreundliche Bioökonomie speichert in langlebigen Holzprodukten rund eine Tonne Kohlendioxid pro Kubikmeter Holz. Weitere Emissionen entfallen durch Einsparung von Beton und Stahl. Damit verbessert Wald in Summe die nationale Treibhausgasbilanz um immerhin 14 Prozent. Holz ist jedoch nur begrenzt verfügbar, daher sollte es sparsam, möglichst dauerhaft und mehrfach verwendet werden.

*Der BDF ist die Gewerkschaft für Forstleute und im Forstbereich Tätige.

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