E I L M E L D U N G

Baumfällungen im Mühltal trotz Einschlag-Moratorium

Am 11.5.21 wurden direkt gegenüber vom Waldparkplatz auf der

Winterseite Buchen und Douglasien gefällt.

Am 12.5. wurden im Bereich des Oberen Bahofsweg und des Unteren

Neuwegsbergweg mehrere Bäume gefällt. Die gefällten Bäume samt

Laubwerk sind verschwunden – wahrscheinlich haben sie

sich in Luft aufgelöst.

Diese Forstarbeiten verstossen gegen die vom Bürgermeister Schmidt-Lamontain versprochene Hiebsruhe bis September dieses Jahres.

Presseinformation vom 12. Januar:

Die weiteren geplanten Forstarbeiten im Mühltal sollen erst im Spätjahr 2021 ausgeführt werden. Die Stadt will Maßnahmen bei einer Begehung erläutern, sobald die Corona-Lage es zulässt.

Mittlerweile sind solche Begehungen mit Vertretern von BUND und Nabu gemacht worden, ohne das Aktionsbündnis für den Erhalt des Mühltalwaldes einzuladen.

Die Fällungen zu dieser Jahreszeit schaden unter anderem den Vögeln, die in den Baumkronen nisten.

Bitte helfen Sie uns, diese Informationen weiterzuleiten, an alle Menschen, die sich für den Erhalt des Mühltalwaldes in seiner jetzigen Form einsetzen wollen.

2 Kommentare

  1. man hat sich hier noch so gut wie nie an entsprechende regelungen gehalten. ich denke, man sollte stets und sofort den juristischen weg gehen. … ein sich selbstkontrollierendes (verwaltungs-)system ist unerträglich.

  2. Pressemitteilung, 27.5.21

    Aufgrund der zahlreichen Markierungen an Bäumen im Handschuhsheimer Mühltalwald (rund 1000 Bäume stehen zur Fällung an) regte sich Widerstand in der Bevölkerung, das Aktionsbündnis zum Erhalt des Mühltals und des Handschuhsheimer Waldes wurde inzwischen gegründet. Umweltbürgermeister Schmidt-Lamontain reagierte auf die Proteste und versprach in einer Presseerklärung am 12.1.21, dass es bis zu einer gemeinsamen Begehung aller Beteiligten einen Einschlagsstopp im Mühltalwald geben solle. Nur die Verkehrssicherungsmaßnahmen, also das Fällen von 29 Bäumen an den Wegrändern, sollte noch durchgeführt werden. Diese Maßnahmen fanden im beginnenden Frühjahr statt.
    Jetzt wurden jedoch am 11. Mai Buchen und Douglasien auf der Winterseite des Mühltals
    gefällt, was dem Einschlagsmoratorium und dem Fällungsverbot während der Vegetationsperiode ab 1.3.21 widerspricht. Auch auf der Sommerseite in der Nähe des Buchbrunnens gab es Fällungen. Laut Zeugen gab es keine Absperrung, so dass Fußgänger und Jogger vorbeilaufen konnten.
    Das Aktionsbündnis zum Erhalt des Mühltalwaldes ist äußerst irritiert über die Verletzung
    des Einschlagsmoratoriums von Seiten des Forstamtes und fordert, jegliche weiteren Fällungen bis zur geplanten Waldbegehung zu unterlassen, so wie es vereinbart worden war.
    In Zeiten des Klimawandels und extremer Dürrejahre ist es dringend notwendig, gemeinsam
    mit allen Beteiligten zu überlegen, wie der Wald widerstandsfähig werden kann und wie er
    seine Rolle als Kohlenstoffspeicher am besten erfüllen kann. Das Aktionsbündnis erkennt ausdrücklich an, dass der Heidelberger Wald bisher schonend und ohne Pestizideinsatz bewirtschaftet wurde. Angesichts der dramatischen Klimaveränderungen bedarf es aber weiterer Schritte im Sinne einer dringend erforderlichen Waldwende, nicht nur in Heidelberg, sondern in ganz Deutschland!
    Das Aktionsbündnis möchte daran konstruktiv mitwirken und dazu beitragen, dass auch unsere Kinder und Enkel noch Wald erleben dürfen.

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