Wo gibt es eine Waldwirtschaft, die sinnvoll und nachhaltig ist?

Leider gibt es in Mitteleuropa nur sehr wenige Betriebe, die eine verantwortungsvolle Waldwirtschaft betreiben. Musterbetrieb ist wohl das Forstamt Lübeck, in dem Lutz Fähser jahrzehntelang eine sanfte Form der Dauerwaldwirtschaft geprägt hat. Diese Wirtschaftsweise ist mittelfristig übrigens auch wirtschaftlicher als die Dampfrossforstwirtschaft, die vielfach betrieben wird. Nur unter Beachtung natürlicher Prozesse sind mittelfristig überhaupt noch Holzerträge aus unseren geschundenen Wäldern zu generieren.

Es gibt wenige kommunale Betriebe in Deutschland, die sich dem Waldzertifikat Naturland unterworfen haben. Naturland als Waldstandard wurde bereits 1995 gemeinsam mit BUND, Greenpeace und Robin Wood entwickelt um eine glaubhafte Zertifizierung für eine verantwortungsvolle Waldwirtschaft zu gewähren. Momentan sind es aber gerade 20 kommunale und private Betriebe die nach diesem verantwortungsvollen Standard wirtschaften. Leider sind bisher nur 0,5 % der Waldfläche nach diesem strengen Standard zertifiziert.

Dazu gehören unter anderen die kommunalen Wälder von Hannover, München und Göttingen.

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