Ist das Heizen mit Holz klimaneutral?

Nein, Holz hat einen niedrigeren Brennwert als Öl und Gas. Deswegen müssten größere Mengen Holz verbrannt werden um eine vergleichbare Wärmemenge zu produzieren. Dementsprechend wird mehr CO2 freigesetzt. Um dieses CO2 wieder zu binden, vergehen Jahre und Jahrzehnte. Diese Zeit haben wir nicht bei den schon jetzt zu hohen CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre.

Ein Kubikmeter Holz entspricht rund einer Tonne CO2 und Peter Wohlleben fordert, sie sollte exakt so besteuert werden wie eine Tonne CO2 aus Kohle oder Öl. Das würde diesen Rohstoff teurer machen und ihn davor schützen, als preiswerte Öko-Alternative in Kraftwerken verheizt zu werden.

Im Vergleich zu Öl- und Gasfeuerungen setzen Holzfeuerungen viel mehr Verbrennungsgase wie Stickoxide, Kohlenmonoxid und flüchtige organische Verbindungen frei.

Schon 2018 warnten rund 800 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das EU-Parlament vor der Förderung von Holzverbrennung in Kraftwerken mit dem Hinweis, diese klimaschädliche Richtlinie sei ein schlechtes Beispiel für den Rest der Welt.

Holzbrand ist nur akzeptabel in Berghütten und als letztes Glied in der Kaskadennutzung von Holz.

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