Das Forstamt setzt im Ried auf Kiefern, Stieleichen, Hainbuchen und Birken. Ist das aus waldökologischer Sicht sinnvoll?

Nein, das ist nicht sinnvoll. Das Forstamt sollte natürliche Prozesse beobachten, bewerten und nur dann, wenn es unbedingt notwendig ist beginnen zu pflanzen. In erster Linie helfen sich die Waldökosysteme selbst. Wir müssen nur dann in die natürliche Sukzession eingreifen, wenn sich gebietsfremde Bauarten ausbreiten würden. Die Kiefer ist eine Baumart der borealen Nadelwaldzone und ein klarer Verlierer im Zuge des Klimawandels.

Es mutet nahezu absurd an, auf eine Baumart setzen zu wollen, die wegen der Klimaveränderungen aus unseren Wäldern weitgehend verschwinden wird. Wir haben in Deutschland eine Palette von etwa 30 heimischen Baumarten, die als Zukunftsoptionen zur Verfügung stehen. Darunter befindet sich Gewinner des Klimawandels, wie der Feldahorn, die Winterlinde, der Spitzahorn, die Traubeneiche, die Eibe oder die Wildbirne. Es erstaunt schon, wenn keine dieser Arten als Zukunftsoptionen durch das Forstamt genannt wird.

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